Der Weg zur FIFA-WM – Die Qualifikation

Für viele Teams bleibt eine Teilnahme an der Endrunde der Fussball Weltmeisterschaft ein Traum. Von den 211 Landesverbänden die dem Weltverband FIFA angehören dürfen nur 32 am großen Spektakel 2018 in Russland teilnehmen. Damit sie jedoch soweit kommen müssen alle Teams in ihren jeweiligen Kontinentalverbänden oft durch mehrere Qualifikationsrunden, die bis zu zwei Jahre lang dauern können.

 

Die Qualifikation in den Verbänden

Die FIFA hat sechs kontinentale Verbände die ihr unterstellt sind: UEFA, CONMEBOL, CONCACAF, AFC, CAF und OFC. Diese Verbände organisieren im Auftrag der FIFA alle vier Jahre qualifikationen um die Teilnehmer an der Endrunde der jeweiligen Weltmeisterschaft zu ermitteln. Dabei haben die Verbände je nach ihrer Größe und stärke je eine unterschiedliche Anzahl an startplätzen die sie mit ihren qualifizierten Teams besetzen dürfen. Die meisten Plätze hat traditionell der europäische Verband UEFA, der mit 54 Nationen auch zu einem der größten Verbände zählt.

Detaillierte Infos zu den Qualifikationen in den Verbänden gibt es hier:

UEFA // CONMEBOL // CONCACAF // AFC // CAF// OFC

Die Verbände und ihre Startplätze im Überblick

UEFA: 13 Startplätze

CONMEBOL: 4,5 Startplätze

CONCACAF: 3,5 Startplätze

AFC: 4,5 Startplätze

CAF: 5 Startplätze

OFC: 0,5 Startplätze

Die oben angegebenen halben Startplätze bedeuten, dass diese Verbände interkontinentale Play-Offs gegeneinander austragen um einen weiteren Starter bei den Endrundenturnieren zu erhalten. Zum Beispiel spielt das Team auf Platz 5 der CONCACAF-Qualifikation gegen den Sieger der OFC-Qualifikation um einen Startplatz bei der WM.

UEFA

Die UEFA stellt seit jeher den am stärksten vertretenen Verband bei den FIFA Weltmeisterschaften. Dabei spielen die Teams des Verbandes im Zeitraum von ungefähr 1,5 Jahren in 9 Gruppen um die Qualifikation. Die Sieger dieser Gruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde. Die 8 besten Gruppenzweiten ermitteln in einem Play-Off System die verbleibenden Starter.

CONMEBOL

In Südamerika wird in einer einzigen Gruppe bestehend aus allen 10 Teams des Verbandes in hin und Rückspiel ermittelt wer sich für die WM Qualifiziert. Die ersten 4 Teams haben einen direkten Startplatz, der Fünftplatzierte trifft in einem interkontinentalen Play-Off auf den Sieger der OFC Qualifikation.

AFC

Der asiatische Verband AFC spielt eine recht komplexe Qualifikation mit mehreren Runden. Am Ende stellt er vier direkte Teilnehmer und ein Team, dass gegen die Nord- und Mittelamerikaner der CONCACAF in einem interkontinentealen Play-Off Match antreten muss.

CONCACAF

Der CONCACAF Verband für die Teams aus Nord- und Mittelamerika hat eine der komplexesten Qualifikationen die es gibt. Der Grund dafür sind seine vielen sehr kleinen Mitgliedsnationen. Während Teams wie Aruba also bereits durch 2 oder gar 3 Runden der Qualifikation gegangen sind, steigen die großen Mannschaften wie die USA und Mexiko erst sehr spät mit ein.

CAF

Der Afrikanische CAF hat nach der UEFA die zweitmeisten Startplätze. 5 Teams aus Afrika sind bei jedem Turnier dabei. Die Qualifikation in Afrika ist dabei eine der wohl schwersten für die Mannschaften. Nachdem die schwächsten Teams bereits in K.O. Spielen in einer Vorrunde aussortiert werden, gibt es in der letzten Runde 5 Gruppen a 4 Teams. Nur der jeweilige Gruppenerste kann sich direkt für die WM Qualifizieren.

OFC

Der OFC ist der kleinste und wohl auch unbedeutendste Kontinentalverband. Er ist so unbedeutend, dass Australien in den Späten 1990ern darum bat sich in die klar schwerere Asienqualifikation versetzen zu lassen, um endlich bessere Gegner zu haben und kompetitiven Fussball spielen zu können. Seitdem heißt der Seriensieger der Verbandsmeisterschaft und meist auch der Qualifikation Neuseeland. Die Neuseeländer selbst sind aber trotzdem im Vergleich mit den internationalen Spitzenteams meist chancenlos.