Die WM-Qualifikation in Asien

Asien wird bei der WM 2018 in Russland mit fünf Teams vertreten sein. Die letzte Qualifikationsrunde mit zwei Gruppen a 6 Teams ist gerade eben vorbei und die ersten vier Teams die zur WM nach Russland fahren dürfen stehen bereits fest. Der Iran, Südkorea, Japan und Saudi-Arabien können bereits ihre Flugtickets und Hotels in Russland buchen während sich im Oktober Australien und Syrien noch in den Play-Offs um eine letzte Chance streiten müssen. Der Sieger der Partie tritt gegen das viertplatzierte Team aus Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) an. Wir erklären wie die AFC-Qualifikation verlaufen ist.

Saudi-Arabiens Yahia Alsheri (C) kämpft mit Japans Genki Haraguchi um den Ball. Beide Teams konnten sich am Ende in Asiens Gruppe B durchsetzen und sind bei der WM 2018 vertreten. Photo: AFP.

Wie funktioniert die AFC-Qualifikation?

Die Qualifikation in Asien ist in 4 Phasen unterteilt und dauert fast drei Jahre. Man fing bereits im März 2015 damit an sich für das nächste Turnier 2018 zu qualifizieren. Das System ähnelt dabei dem des Nord- und Mittelamerikanischen CONCACAF-Verbandes.

Phase 1: Die Außenseiter

In der ersten Qualifikationsphase treten die 12 Mannschaften mit den niedrigsten Rängen innerhalb des Verbandes gegeneinender an. Die Besten dieser 6 Teams wurden dabei den Schlechtesten zugelost. Nach Hin- und Rückspiel rücken die sechs siegreichen Teams in die zweite Runde der Qualifikation vor.

In der WM-Qualifikation 2018 waren dies: Indien, Yemen, Kambodscha, Taiwan, Osttimor und Bhutan.

Phase 2: Die erste Gruppenphase

In der ersten Gruppenphase werden nun alle verbleibenden 40 Teams aus dem asiatischen Raum in acht Gruppen a vier Mannschaften unterteilt. Diese spielen in einem Ligasystem mit hin und Rückspiel je Team sechs Spiele. Es qualifizieren sich die acht Gruppenersten und die vier besten Zweitplatzierten Teams für die dritte Phase der Asienqualifikation.

In der WM-Qualifikation 2018 qualifizierten sich für Phase 3: Iran, Südkorea, China, Syrien, Usbekistan, Katar, Japan, Saudi-Arabien, Australien, Vereinigte Arabische Emriate, Irak und Thailand.

Südkoreas Trainer Shin Tae-Yong hat es mit seinem Team bis zur Endrunde in Russland geschafft. Photo: AFP.

Phase 3: Die zweite Gruppenphase

In der zweiten Gruppenphase werden die Teams je nach ihrem Rang innerhalb der AFC in sechs Lostöpfe unterteilt. (z.B.: Topf 1 besteht aus den besten zwei Teams, Topf zwei aus den nächstbesten Teams und so weiter) Aus diesen sechs Töpfen werden die Teams nun jeweils in eine von zwei Sechsergruppen gelost. Diese Gruppen spielen dann wiederum in einem Ligasystem mit Hin- und Rückspiel je Team 10 Spiele aus. Die ersten beiden Mannschaften aus jeder Gruppe sind direkt für die Endrunde bei der Weltmeisterschaft qualifiziert.

Direkt für die WM 2018 in Russland qualifiziert haben sich: Iran, Südkorea, Japan und Saudi-Arabien.

Phase 4: Die Play-Offs

Die beiden drittplatzierten Mannschaften aus den Gruppen der dritten Phase treffen in einem Hin- und Rückspiel aufeinander um interkontinalten Play-Off Platz untereinander auszumachen. Der Sieger dieses Aufeinandertreffens trifft schließlich auf das Team das an Platz 4 der CONCACAF-Qualifikation steht. Der Sieger dieser Partie nimmt an der WM-Endrunde teil.

Um den interkontinentalen Play-Off Platz kämpfen für die WM 2018: Australien und Syrien.

Update: Syrien steht gegen das CONCACAF Team aus Honduras im interkontinentalen Play-Off

Iran’s Ashkan Dejagah (L) und Reza Ghoochannejad (R) feiern nach dem 2:0 Sieg gegen Usbekistan in der WM-Qualifikationsgruppe A in Asien. / AFP PHOTO / ATTA KENARE

Wie ist die WM-Qualifikation 2018 in Asien verlaufen?

Gruppe A – Iran und Südkorea setzen sich durch

In Gruppe A der Qualifikation, bestehend aus Iran, Südkorea, Katar, Syrien, Usbekistan und China konnten sich letzlich die beiden klaren Favoriten aus Iran und Südkorea durchsetzen. Deutlich souveräner wirkte hierbei die persische Elf aus dem Iran unter ihrem portugiesischen Trainer Carlos Queiroz. Bereits zwei Spieltage vor Schluss stand fest, dass der Iran nicht mehr von einem direkten Qualifikationsplatz zu verdrängen war.

Das Team aus Südkorea hingegen ließ es bis zum Ende hin spannend werden und trennte sich sogar während der Qualifikation von ihrem deutschen Trainer Uli Stielike. Dieser musste nach schmerzhaften Niederlagen gegen China und Katar im Sommer seinen Hut nehmen und wurde vom ehemaligen U-23 Coach der Koreaner, Shin-Tae Yong ersetzt. Am letzten Spieltag sicherte dieser mit einem 0:0 gegen Usbekistan die Teilnahme an der Endrunde denkbar knapp.

PlatzLandSpieleGUVTordifferenzPunkte
1.Iran 10640+822
2.Südkorea 10433+115
3.Syrien 10343+113
4.Usbekistan 10415-113
5.China 10334-212
6.Katar 10217-77
DatumUhrzeitMannschaft 1ErgebnisMannschaft 2
1.Spieltag
01.09.201613:00Südkorea 3:2 (1:0)China
01.09.201617:00Usbekistan 1:0 (0:0)Syrien
01.09.201618:30Iran 2:0 (0:0)Katar
2.Spieltag
06.09.201613:35China 0:0 (0:0)Iran
06.09.201614:00Syrien 0:0 (0:0)Südkorea
06.09.201618:00Katar 0:1 (0:0)Usbekistan
3.Spieltag
06.10.201613:00Südkorea 3:2 (1:2)Katar
06.10.201613:35China 0:1 (0:0)Syrien
06.10.201615:00Usbekistan 0:1 (0:1)Iran
4.Spieltag
11.10.201615:00Usbekistan 2:0 (0:0)China
11.10.201616:45Iran 1:0 (1:0)Südkorea
11.10.201618:00Katar 1:0 (1:0)Syrien
5.Spieltag
15.11.201612:00Südkorea 2:1 (0:1)Usbekistan
15.11.201612:35China 0:0 (0:0)Katar
15.11.201613:45Syrien 0:0 (0:0)Iran
6.Spieltag
23.03.201712:35China 1:0 (1:0)Südkorea
23.03.201713:00Syrien 1:0 (0:0)Usbekistan
23.03.201717:00Katar 0:1 (0:0)Iran
7.Spieltag
28.03.201713:00Südkorea 1:0 (1:0)Syrien
28.03.201714:00Iran 1:0 (1:0)China
28.03.201715:00Usbekistan 1:0 (0:0)Katar
8. Spieltag
12.06.201718:45Iran 2:0 (1:0)Usbekistan
13.06.201715:45Syrien 2:2 (1:0)China
13.06.201721:00Katar 3:2 (1:0)Südkorea
9. Spieltag
31.08.201714:00Syrien 3:1 (1:1)Katar
31.08.201714:00China 1:0 (0:0)Usbekistan
31.08.201714:00Südkorea 0:0 (0:0)Iran
10. Spieltag
05.09.201717:00Katar 1:2 (0:0)China
05.09.201717:00Iran 2:2 (1:1)Syrien
05.09.201717:00Usbekistan 0:0 (0:0)Südkorea
Play-Offs
05.10.201713:00Syrien -:-Australien
10.10.201711:00Australien -:-Syrien

Gruppe B – Japan und Saudi-Arabien sind dabei

In Gruppe B ging es bis zum letzten Spieltag ganz heiß her und es kam zu einer mittelgroßen Überraschung. Der Asienmeister und Confed-Cup Teilnehmer aus Australien verpasste dank des Sieges von Saudi-Arabien beim Spitzenreiter aus Japan, der schon seit dem 9. Spieltag für die WM qualifiziert war, die direkte WM-Quali und muss nun gegen Syrien in die Play-Offs um sich überhaupt noch eine minimale Chance auf eine Teilnahme bei der WM zu wahren.

Damit qualifizierten sich Japan und Saudi-Arabien direkt für die Weltmeisterschaft in Russland.

PlatzLandSpieleGUVTordifferenzPunkte
1.Japan 10622+1020
2.Saudi-Arabien 10613+719
3.Australien 10541+519
4.VA Emirate 10415-313
5.Irak 10325-111
6.Thailand 10028-182
DatumUhrzeitMannschaft 1ErgebnisMannschaft 2
01.09.201619:30Saudi-Arabien 1:0 (0:0)Thailand
06.09.201613:00Irak 1:2 (1:0)Saudi-Arabien
06.10.201619:45Saudi-Arabien 2:2 (1:1)Australien
11.10.201619:45Saudi-Arabien 3:0 (0:0)VA Emirate
15.11.201611:35Japan 2:1 (1:0)Saudi-Arabien
23.03.201713:00Thailand 0:3 (0:1)Saudi-Arabien
28.03.201719:30Saudi-Arabien 1:0 (0:0)Irak
08.06.201712:00Australien 3:2 (2:2)Saudi-Arabien
29.08.201718:30VA Emirate 2:1 (1:1)Saudi-Arabien
05.09.201719:30Saudi-Arabien 1:0 (0:0)Japan