Italien WM Trikots

Italien gilt als eines der größten Fussballteams in der Geschichte des Sports. In den vergangenen Jahrzehnten konnte die, von den Fans auch gerne wegen ihrer Trikots „Gli Azzurri – die Azurblauen“ genannte, Nationalmannschaft von Italien ein ums andere Mal absolute Weltklassespieler produzieren und sich bei WM Turnieren bis ins Finale durchkämpfen. Italien wurde bekannt für ihre großartigen Abwehrspieler und Torhüter und für ihre extrem gute taktische Ausbildung, sie gelten außerdem als der Erfinder des Catenaccio, einer sehr effektiven Abwehrformation.  Wir werfen einen Blick auf den absoluten Turnierschreck der deutschen Mannschaft, ihre Geschichte und wo sie heute stehen.

Italien fährt nicht zur WM 2018

13.11.2017: Italien fährt nicht zur Fußball WM 2018! Italien hält das 1:0 aus dem Hinspiel und fährt durch ein 0:0 auf italienischem Boden nach Russland. Neben Holland ist es die 2.große Fußballnation, die es nicht zur WM 2018 schafft. Für Gianluigi Buffon wird es nach fünf Weltmeisterschaften und 20 Jahren Karriere wohl das letzte Länderspiel gewesen sein.

Italiens Torwart Gianluigi Buffon nach dem FIFA World Cup 2018 Playoff gegen Schweden im San Siro stadium in Milan. / AFP PHOTO / Marco BERTORELLO
Italiens Torwart Gianluigi Buffon nach dem FIFA World Cup 2018 Playoff gegen Schweden im San Siro stadium in Milan. / AFP PHOTO / Marco BERTORELLO
DatumUhrzeitMannschaft 1ErgebnisMannschaft 2
Hinspiele
09.11.201719:45Nordirland 0:1 (0:0)Schweiz
09.11.201720:45Kroatien 4:1 (3:1)Griechenland
10.11.201720:45Schweden 1:0 (0:0)Italien
11.11.201720:45Dänemark 0:0Rep. Irland
Rückspiele
12.11.201718:00Schweiz 0:0Nordirland
12.11.201721:45Griechenland 0:0Kroatien
13.11.201720:45Italien 0:0Schweden
14.11.201719:45Rep. Irland 1:5Dänemark

Die Geschichte der italienischen Fussballnationalmannschaft

Die Anfänge – Doppelweltmeister

Der italienische Fussballverband FIGC wurde bereits 1898 in Turin gegründet und ist bereits seit 1905 Mitglied der FIFA Familie. In ihrer ersten offiziellen Partie am 15. Mai 1910 konnten die damals noch in weiß auftretenden Italiener gegen eine überforderte französische Nationalmannschaft deutlich mit 6:2 gewinnen, ein guter Start auf der Weltbühne des Fussballs. Es folgte bereits 1928 der erste Achtungserfolg bei einem großen Turnier, der Olympiade in Amsterdam. Beim olympischen Fussballturnier wurde man nach einer knappen Niederlage im Halbfinale gegen den späteren Sieger aus Uruguay (2:3) nach einem fulminanten 11:3 gegen Ägypten schließlich noch dritter und holte die Bronzemedaille. An der rund zwei Jahre später in Uruguay stattfindenden ersten Weltmeisterschaft nahm man jedoch nicht teil. 1934 war es dann an den Italienern selbst eine WM auszurichten und man setzte den Trend der Gastgebersiege fort als man im Finale gegen die Tscheoslowakei den ersten Weltmeistertitel für das Land gewinnen konnte. Die WM wurde jedoch von Korruptionsvorwürfen gegen das faschistische Regime von Benito Mussolini überschattet. Viele Experten sind sich heute einig, dass Italien wohl ohne Bestechung und Einschüchterung von Schiedsrichtern und gegner niemals Weltmeister geworden wäre. Ein gutes Beispiel hierfür war der schwedische Schiedsrichter Ivan Eklind des Halbfinalspiels Italiens gegen Österreich, welches die Italiener knapp mit 1:0 gewinnen konnten. Eklind wurde nach dem Spiel aufgrund seiner skandalös schlechten Leistung vom Weltverband FIFA auf Lebenszeit als Schiedsrichter gesperrt.

Italiens Fahne im Wind. Die Azzurri gelten als eine der größten Fussballnationen der Welt. Photo: Shutterstock!

Bei der WM 1938 in Frankreich konnte Italien dann etwas schaffen, was bis heute nur noch Rekordweltmeister Brasilien gelang. Man verteidigte den WM Titel von 1934 im Finale gegen Ungarn (4:2) und machte sich somit in der Fussballgeschichte unsterblich.

Daten und Fakten
WM-Teilnahmen18/21
WM-Titel4
EM-Titel1
RekordspielerGianluigi Buffon (173)
RekordschützeLuigi Riva (35)
Bekannte SpielerDino Zoff, Paolo Maldini, Alessandro Del Piero, Giuseppe Meazza, Franco Baresi, Fabio Cannavaro

Historische Spiele: Schlacht von Santiago und Jahrhundertspiel

Auch nach dem Krieg war Italiens Nationalmannschaft Teil von vielen historischen Spielen. Bei der WM 1962 in Chile stand nach zwei Spieltagen fest, dass Italien keine Chance mehr auf ein Weiterkommen in ihrer Gruppe mit Deutschland, Chile und der Schweiz hatte. In einem der brutalsten Spiele der WM Geschichte kam es bereits nach 8 Minuten zum ersten Platzverweis gegen Italien nach einem brutalen Foul von Giorgio Ferrini. Der Italiener weigerte sich anschließend den Platz zu verlassen und musste schreiend und um sich tretend von einem Polizisten abgeführt werden. Gegen Ende der ersten Halbzeit übersah der englische Unparteiische Ken Aston ein hartes Foul am Italiener Mario David, welcher zuvor bereits einige unsportliche Tritte gegen seinen Gegner Leonel Sanchez ausgeführt hatte. David trat Sanchez aus Frust an den Hals und wurde ebenfalls des Feldes verwiesen. Der Stürmer Humberto Maschio erlitt sogar einen Nasenbeinbruch nachdem er einen Faustschlag von Sanchez einstecken musste. Da viele Spieler behaupteten sie hätten die Anweisungen und Verwarnungen des Schiedsrichters nicht verstanden kam Schiedsrichter Ken Aston im Nachhinein eine Idee, die den Fussball revolutionieren sollte: Die gelbe und rote Karte.

Bei der WM 1970 in Mexiko sollte Italien wieder für Furore sorgen, diesmal jedoch nicht durch Tritte und Schläge, sondern durch eines der legendärsten Spiele der Fussballgeschichte gegen die deutsche Mannschaft: Das „Jahrhundertspiel“. Die Partie zwischen Italien und Deutschland im Aztekenstadion in Mexiko im Halbfinale der WM 1970 gilt als eine der besten in der Geschichte der Weltmeisterschaften und ist der Grundstein für die bis heute bestehende Rivaliät beider Teams. In einem Packenden Spiel mit 7 Toren, 5 Davon in der Verlängerung, einigen Verletzungen, Zeitschindereien und allem was sonst dazu gehört konnte die italienische Mannschaft am Schluss Deutschland mit 4:3 bezwingen. Italien war bereits nach 8 Minuten in Führung gegangen und begann früh auf Zeit zu spielen. Selbst der sonst so reservierte Radiokommentator Kurt Brumme kam nicht umher sich über Italiens Zeitschinderei zu echauffieren: „Mein Gott, ist das ein Fussballspiel hier. Das ist ja entsetzlich, das ist ja widerlich, Burgnich ist soeben verstorben, sehe ich. Nein, da kommt er wieder“. Erst in der 90. Minute konnte die deutsche Mannschaft durch Karl-Heinz Schnellinger ausgleichen. Ausgerechnet Schnellinger, sollte es später heißen, denn Schnellinger hatte bisher noch kein Tor für den DFB erziehlen können und war seit langen Jahren in Italiens Serie A (AS Rom, AC Mantova, AC Mailand) zuhause. In der Verlängerung konnte Gerd Müller bereits nach 4 Minuten die deutsche Mannschaft in Führung bringen, Italien schlug jedoch bereits nach weiteren 4 Minuten durch Burgnich zurück und konnte kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit der Verlängerung durch Riva sogar mit 3:2 in Führung gehen. Nach dem Seitenwechsel schaffte Gerd Müller in der 110. Minute zwar nochmals den Ausgleich, doch Rivera sollte bereits eine Minute Später wieder die alten Verhältnisse mit dem 4:3 wiederherstellen. Dies sollte der Todesstoss für das deutsche Team gewesen sein, die seit der 65. Minute fast nur noch mit 10 Mann Spielten da Franz Beckenbauer sich das Schultereckgelenk gebrochen hatte und schwer Bandagiert nur noch bedingt einsatzfähig war.

Das Spiel beider Mannschaften war so mitreißend und Spannend für Mexikos Zuschauer, dass sie sich nach dem Spiel für beide Teams von ihren Plätzen erhoben und ihnen stehende Ovationen entgegen brachten. Außerdem wird bis heute noch an das Spiel durch eine Plakette vor dem Aztekenstadion erinnert auf der Steht: „Das Aztekenstadion ehr die Nationalmannschaften von Italien (4) und Deutschland (3) als Teilnehmer des Jahrhunderspiels bei der Weltmeisterschaft 1970“ 17. Juni 1970.

Italien Jubelt nach dem Gewinn der 4. Weltmeisterschaft. Im Elfmeterschießen bezwang man die Mannschaft aus Frankreich mit 5:3. Berlin, Olympiastadion 9. Juli 2006. AFP PHOTO/PATRIK STOLLARZ / AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ

Italien in der Neuzeit – zwei weitere Titel

Bei der WM 1982 in Spanien gelang es den Italienern, im Finale gegen Deutschland ihren dritten WM Titel zu gewinnen und somit mit der Mannschaft aus Brasilien als Rekordweltmeister gleichzuziehen. Bei der WM 1994 schaffte man es ebenfalls bis ins Finale und war Teil des ersten Finalelfmeterschießens in der Geschichte der WM gegen die Mannschaft aus Brasilien. Der Sieger des Spiels wurde automatisch auch zum neuen Rekordweltmeister. Roberto Baggio verschoss dabei den entscheidenden Elfmeter und bescherte damit Brasilien ihren 4. Stern. Es folgten zwei eher enttäuschende Turniere in Frankreich (1998) und Japan & Südkorea (2002) bevor die Mannschaft vom Stiefel wieder für Furore sorgen konnte. Bei der WM 2006 in Deutschland ging man nach mäßigen Leistungen in der Qualifikation und den vorangegangenen Turnieren nicht als Favorit ins Rennen. Nichtsdestotroz schaffte man es bis ins Halbfinale und traf in Dortmund auf die Mannschaft von Jogi Löw und Jürgen Klinsmann. In einem packenden Spiel konnte Fabio Grosso in der 114. Minute der Verlängerund durch einen Linksschuss das Entscheidende Tor gegen Jens Lehmann schießen und Bescherte den Italienern damit ihre 6. und bislang letzte Finalteilnahme bei einer WM. Im Finale traf man auf die Mannschaft aus Frankreich um Superstar Zinedine Zidane, der mit einem erneuten WM Triumph seine Karriere als Nationalspieler beenden wollte. Zidane sorgte mit seinem berühmten Kopfstoß gegen Marco Matterazzi für einen Eklat und schlussendlich auch für die Niederlage der Franzosen. Italien gewann mit 5:3 im Elfmeterschießen, sie hatten den 4. Stern.

Die beiden nächsten Turniere in Südafrika und Brasilien möchten die meisten Fans der Italiener sicherlich lieber vergessen. Bei beiden Turnieren scheiterte man bereits in der Vorrunde und blamierte den stolzen italienischen Fussball bis auf die Knochen. Bei der EM 2012 schaffte man es nach einem Sieg gegen Deutschland im Halbfinale bis ins Endspiel, blamierte sich jedoch gegen die spanische Nationalmannschaft ebenfalls deutlich mit 4:0.

Italiens voraussichtlicher WM Kader

Tor: Buffon, Donnarumma, Perin

Abwehr: Barzagli, Bonucci, Chiellini, Darmian, Di Sciglio, Astori, Rugani, Zappacosta

Mittelfeld: De Rossi, Candreva, Parolo, Montolivo, Marchisio, Verratti, Gagliardini

Angriff: Belotti, Eder, Immobile, Insigne, El Shaarawy

Wie sehen Italiens WM Trikots aus?

Italien wird aktuell vom deutschen Sportartikelhersteller Puma versorgt. Dabei tritt die Mannschaft bereits seit 1934 tritt man in blau auf. Warum blau? Die Farbe sollte das ehemalige italienische Adelshaus Savoyen, dessen Wappen auch blau beinhaltet ehren. Seit nunmehr über 70 Jahren steht die Farbe sinnbildlich für die Nationalmannschaft und ist für Fans und Spieler nicht mehr wegzudenken. Auch das Trikot für die WM 2018 wird wieder ganz in blau erstrahlen. Der Blauton ist ein Königsblau, auf der Brust von Pumas neuem EvoKnit Template Design in Marineblau durchzogen. Besonders dabei sind die kleinen aber feinen Applikationen der italienischen Flagge. In der Mitte der sonst in schwarz gehaltenen Ärmelbündchen ist die Flagge zu sehen und auch im Nacken des Trikots. Auf der Brust prangt das neu designte Logo des FIGC, ein Schild mit drei Spitzen dem Schriftzug ITALIA im oberen Drittel und der Flagge in den unteren zwei Dritteln. Über dem Wappen findet man in gold die 4 Sterne welche für die bislang 4 errungenen Weltmeisterschaften stehen.

Italiens Auswärtstrikots sind traditionell weiß. Auch für die WM 2018 kann man davon ausgehen, dass die Italiener wieder mit weißen Trikots, blauen Hosen und weißen Stutzen auflaufen werden. Ähnlich wie bei den Heimtrikots wird es auch hier wohl wieder kleine Flaggenapplikationen auf Nacken und Ärmelbündchen geben. Wann genau das offizielle Design für die Auswärtstrikots von Pume herausgegeben wird ist bislang nicht bekannt, man kann jedoch davon ausgehen dass es spätestens bei der Länderspielpause im März 2018 soweit sein wird.

 

Die WM Bilanz von Italien

Italien ist neben den Mannschaften aus Brasilien (21 Teilnahmen) und Deutschland (19 Teilnahmen) mit 18 WM Teilnahmen einer der Dauergäste bei der WM. Durch ihre 4 Titel sind sie außerdem eines der erfolgreichsten Teams in der Geschichte des Turniers. Gemeinsam mit der DFB-Elf und der Selecao aus Brasilien kommt man auf satte 13 der bislang 20 vergebenen WM Titel. Insgesamt erreichte man 6 WM Finals. In der ewigen Tabelle der FIFA Weltmeisterschaften ist man ebenfalls hinter dem DFB und Brasilien auf Platz 3.

italien2

JahrGastgeberErgebnis
1934ItalienWeltmeister
1938FrankreichWeltmeister
1950BrasilienVorrundenaus
1954SchweizVorrundenaus
1962ChileVorrundenaus
1966EnglandVorrundenaus
1970MexikoVizeweltmeister
1974DeutschlandVorrundenaus
1978ArgentinienVierter
1982SpanienWeltmeister
1986MexikoAchtelfinale
1990ItalienDritter
1994USAVizeweltmeister
1998FrankreichViertelfinale
2002Japan & SüdkoreaAchtelfinale
2006DeutschlandWeltmeister
2010SüdafrikaVorrundenaus
2014BrasilienVorrundenaus

Wie hat sich Italien für die WM 2018 qualifiziert?

Italien hatte wohl eines der schwersten Lose für die WM-Qualifikation in der UEFA. Aufgrund ihrer mäßigen Platzierung in der FIFA Weltrangliste zum Zeitpunkt der Auslosung rutschten sie in Topf zwei und bekamen Prompt die Nationalmannschaft von Spanien zugelost. In ihrer Quali-Gruppe G spielten außerdem die Teams aus Albanien, Israel, Mazedonien und Liechtenstein. Während Italien gegen die kleineren Nationen keine Probleme hatte und über weite Strecken der Qualifikation recht souverän durchmarschierte, zeigte sich in den Spielen gegen Spanien ein anderes Bild. Konnte man beim Heimspiel noch knapp ein 1:1 retten, wurde man beim Auswärtsspiel von den Spaniern mit einer 3:0 Niederlage regelrecht vorgeführt und musste sich somit mit dem ungeliebten Play-Off Platz begnügen.

Alle WM-Qualifikationsspiele Italiens:

DatumUhrzeitMannschaft 1ErgebnisMannschaft 2
05.09.201620:45Israel 1:3 (1:2)Italien
06.10.201620:45Italien 1:1 (0:0)Spanien
09.10.201620:45Mazedonien 2:3 (0:1)Italien
12.11.201620:45Liechtenstein 0:4 (0:4)Italien
24.03.201720:45Italien 2:0 (1:0)Albanien
11.06.201720:45Italien 5:0 (1:0)Liechtenstein
02.09.201720:45Spanien 3:0 (2:0)Italien
05.09.201720:45Italien 1:0 (0:0)Israel
06.10.201720:45Italien 1:1 (1:0)Mazedonien
09.10.201720:45Albanien 0:1 (0:0)Italien
Playoffs
09.11.201720:45Schweden -:-Italien
12.11.201720:45Italien -:-Schweden
Nr.MannschaftSpGUVTorePunkte
1.Spanien 10910+3328
2.Italien 10721+1323
3.Albanien 10415-313
4.Israel 10406-512
5.Mazedonien 10325011
6.Liechtenstein 100010-380

In den Playoffs wurde Italien dann die Mannschaft aus Schweden zugelost, gegen die sie am 9. und 12. November um ihren Startplatz bei der Endrunde in Russland kämpfen müssen.

Nach einem 1:1 und einer 3:0 Niederlage gegen Spanien in der WM-Quali Gruppe G muss Italien in die WM Playoffs gegen Schweden. Photo: AFP.

Wer sind Italiens wertvollste Spieler?

Italien hat eine Vielzahl wertvoller Spieler. Ganz oben auf der Liste steht jedoch ein Verteidiger! Leonardo Bonucci, der im Sommer von Juventus Turin zum AC Mailand wechselte wird aktuell mit rund 40 Millionen Euro marktwert beziffert. Auf einer Stufe mit ihm steht der junge Flügelflitzer Lorenzo Insigne (26, SSC Neapel). Auch er wird auf einen Wert von circa 40 Millionen Euro geschätzt. Auf der anderen Flügelseite Italiens findet man Platz 3 im Marktwert-Ranking: Federico Bernardeschi (23, Juventus Turin) gilt als eine der großen Offensivhoffnungen im italienischen Fussball und ist aktuell rund 25 Millionen Euro wert. Ebenfalls einer für die Zukunft ist der junge Torwartstar Gianluigi Donnarumma vom AC Mailand. Trotz seiner erst 18 Jahre spielt er aktuell bereits seine zweite Saison als Torwart des AC und gilt als legitimer Nachfolger des legendären Gianluigi Buffon. Beim Marktwert hat er sein großes Vorbild bereits überholt denn mit 25 Millionen Euro ist er klar mehr „wert“ als der nur noch auf 2 Millionen bezifferte altstar Buffon (39) von Juventus Turin.

Wie stehen Italiens WM Chancen?

Italien geht trotz ihrer langen und glorreichen Fussballgeschichte eher als Außenseiter in das Turnier in Russland. Nach den durchaus mäßigen Leistungen gegen Spanien und der allgemein nicht sonderlich überzeugenden Qualifikation gibt es deutliche Zweifel innerhalb der Fans der Mannschaft. Die Abwehr Italiens ist zwar weiterhin ein absolutes Bollwerk, mit Spielern wie Chiellini, Bonucci und Buffon, doch konnte der Sturm eher weniger überzeugen. Italien muss hoffen, keine zu schwere Gruppe zu bekommen um gut ins Turnier starten zu können, ansonsten könnte wieder ein jähes aus in der Vorrunde drohen. Prognose: Achtelfinale!

Italiens Trainer Gian Oiero Ventura ist bei Fans und Fachleuten nicht unumstritten. Photo: AFP.

Wer ist der Trainer von Italien?

Italiens trainer Gian Piero Ventura ist bei den Fans äußerst umstritten. Der bereits seit 1976 als Trainer fungierende Ventura hat dabei schon viele Clubs aus Italien geführt, ist jedoch nicht als absoluter Erfolgstrainer bekannt. Viele glauben, er könne nicht das Beste aus der Mannschaft herausholen und man habe die Qualifikation nicht wegen, sondern Trotz seiner Leitung des Teams geschafft. Ventura sitzt also vor dem Turnier bereits auf heißen Kohlen und eine weitere Blamage des italienischen Fussballs wie bei der WM 2014 würde wohl, wie schon für seinen Vorgänger Cesare Prandelli das Aus als Nationaltrainer bedeuten.